Frequently Asked Questions FAQ

Auftrag / Bestellung interkulturell Dolmetschende
Aufträge können online erteilt werden. Die Telefonöffnungszeiten sind von Dienstag bis Donnerstag 09.00 – 11.30 Uhr (031 378 60 20).

ÖffnungszeitenAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster


„comprendi?“ bietet Dolmetscheinsätze in mehr als 45 Sprachen an. Die interkulturell Dolmetschenden übersetzen jeweils von einer Fremdsprache ins Deutsche und vom Deutschen in eine Fremdsprache.
In manchen Sprachen verfügt „comprendi?“ nur über wenige interkulturell Dolmetschende. Daher empfiehlt es sich, die Dolmetschenden frühzeitig zu bestellen und gegebenenfalls Alternativdaten anzugeben.

Bei der Auftragserteilung sind folgende Angaben nötig:
• Einsatzdatum
• Einsatzbeginn
• ungefähre Einsatzdauer
• genaue Einsatzadresse
• Kontaktperson / Telefonnummer
• Dolmetschsprache / Dialekt / Herkunftsland
• Gesprächsthema
• gewünschtes Geschlecht der / des interkulturell Dolmetschenden
• Rechnungsadresse
• Kostenstelle (Spitäler)
• Angaben zu Klientinnen und Klienten / Patientinnen und Patienten
(unter Einhaltung des Datenschutzes: Fallnummer, Patientennummer und Geburtsdatum)

Sobald ein/e interkulturell Dolmetschende/r vermittelt werden kann, erhält die auftraggebende Person von „comprendi?“ eine schriftliche Auftragsbestätigung per E-Mail oder Fax. In der Regel wird die Bestätigung spätestens eine Woche vor dem geplanten Termin verschickt.

Ein Auftrag gilt als kurzfristig, wenn der Dolmetschauftrag am vorangehenden Arbeitstag oder später vor dem Dolmetscheinsatz eintrifft. Bestellungen am Freitag für den folgenden Montag gelten ebenfalls als kurzfristig.

Für Vertragskunden stellt „comprendi?“ eine Dringlichkeitsliste mit den Angaben zu jenen interkulturell Dolmetschenden zur Verfügung, die jederzeit kontaktiert werden können.

Interkulturell Dolmetschende können sich besser auf ein Gespräch vorbereiten, wenn das Thema bekannt ist. Geben Sie aussagekräftige Stichworte an wie: Besprechung des Budgets, Eintritt des Sohnes in Tagesschule, Vorbereitung Lebertransplantation usw. Bei schwierigen Gesprächen zu tabuisierten Themen oder Konfliktgesprächen, etc. ist es unbedingt erforderlich, vorgängig auf allfällige Probleme hinzuweisen, damit eine möglichst geeignete Person vermittelt werden kann und diese im Voraus informiert ist.

Terminannullation
Bitte informieren Sie „comprendi?“ umgehend, damit der Auftrag storniert werden kann. Ausserhalb der Geschäftszeiten oder in dringenden Situationen können Sie die interkulturell Dolmetschenden auch direkt kontaktieren. Die Telefonnummer finden Sie neben dem Namen auf der Auftragsbestätigung. Diese Telefonnummer darf nicht an Klientinnen und Klienten oder Patientinnen und Patienten weitergegeben werden. Bei Annullation des Dolmetscheinsatzes am vorangehenden Arbeitstag oder später wird der Auftrag in Rechnung gestellt, da der/die interkulturell Dolmetschende sich den Termin frei gehalten hat.



Kosten für interkulturelles Dolmetschen
Die Tarife finden Sie hier. Ab 1.1.2014 gelten die neuen Tarife.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (comprende_Tarife_muendl_14.pdf - document, 24 KB)  Tarife 2014  (0.02 MB)


Zusätzliche Kosten entstehen, wenn der/die interkulturell Dolmetschende mit der Klientin oder dem Klienten z. B. ein Formular ausfüllen muss. Die effektive Zeit wird zum Dolmetschen dazugerechnet. Wenn der/die interkulturell Dolmetschende vor dem Gespräch die Klientin oder den Klienten telefonisch über den Termin informieren muss, werden die dafür aufgewendete Zeit und (falls vorhanden) die Kosten für das Telefongespräch berechnet.

Nach der erfolgten Dolmetscheinsatz führt die gesprächsführende Person auf dem Auftragsformular die Dauer des Gesprächs auf und ergänzt das Formular mit der Unterschrift und dem Stempel der Institution. Der/die interkulturell Dolmetschende nimmt das Formular mit und gibt es „comprendi?“ ab. Aufgrund der unterzeichneten Formulare stellt „comprendi?“ den Auftraggebenden eine Rechnung.

Durchführung trialoges Beratungsgespräch
Die Kommunikation findet über eine dritte Person statt. Bei diesem Trialog liegt die Verantwortung der Gesprächsführung nicht bei der dolmetschenden Person sondern bei der gesprächsführenden Person. Trialoge Gespräche benötigen eine sorgfältige Vorbereitung. Der Auftrag und die Erwartungen an die interkulturell Dolmetschenden müssen klar definiert werden, ebenso wie das Dolmetschen erfolgen soll (Ich-Form oder sinngemäss). Wichtig ist, dass für trialoge Gespräche mehr Zeit einberechnet wird, als für Gespräche, die kein interkulturelles Dolmetschen erfordern. Ein Merkblatt zum Einsatz von interkulturell Dolmetschenden finden Sie hier:

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (comprendi_Merkblatt_Einsatz_ikues_12.pdf - document, 57 KB)  Merkblatt Einsatz interkulturelle Übersetzerin  (0.06 MB)


Ein Vorgespräch ist lohnend, damit gesprächsrelevante Informationen kommuniziert werden, die für einen guten Dolmetscheinsatz notwendig sind.
Unerlässlich sind Nachgespräche, in denen der/die interkulturell Dolmetschende von der gesprächsführenden Person eine direkte Rückmeldung zum Dolmetscheinsatz erhält, Fragen geklärt oder Beobachtungen ausgetauscht werden können.


  • bei Beratungen beim Arzt, bei der Regionalen Arbeitsvermittlungsstelle (RAV), bei Elterngesprächen in der Schule, auf dem Sozialdienst und überall dort, wo Missverständnisse entstehen können
  • in Konfliktsituationen
  • falls Detailinformationen mitgeteilt werden, z. B. die Kündigung eines Mietverhältnisses
  • bei schwierigen, tabuisierten oder intimen Themen, z. B. die Übermittlung einer Krebsdiagnose
  • in Situationen, die eine kulturelle Vermittlung erfordern, z. B. das schweizerische Sozialversicherungssystem
  • um Folgeprobleme zu vermeiden, wenn aufgrund mangelnder Verständigung Situationen falsch eingeschätzt und daraus unzutreffende Schlüsse oder Massnahmen gezogen werden, z. B. bei Schullaufbahnentscheiden


Wenn Personen aus dem Familienkreis, insbesondere Kinder, die Rolle der/des Dolmetschenden übernehmen, werden sie mit zu viel Verantwortung und Macht betraut oder können in einen Loyalitätskonflikt geraten. Auch ist es für Kinder oder verwandte Personen schwierig, sich an die strikte Schweigepflicht zu halten.

Die interkulturell Dolmetschenden von „comprendi?“ kommen zum vereinbarten Termin an die jeweiligen Einsatzorte.

Interkulturelles Dolmetschen kann weit über wörtliches Dolmetschen hinausgehen: Obwohl die möglichst wortgetreue Übermittlung von Informationen immer im Zentrum steht, berücksichtigen interkulturell Dolmetschende auch den sozialen und kulturellen Hintergrund der involvierten Personen. Sie geben zusätzliche Erklärungen zu unterschiedlichen Werten und Normen, zu verschiedenen gesellschaftlichen Themenbereichen, zu Systemen oder zu Gender-Fragen, wenn dies unter den am Gespräch beteiligten Personen vereinbart ist. Folglich können sich Personen trotz unterschiedlicher Herkunft und Kultur verständigen und ihre eigene Sicht der jeweiligen Situation vermitteln. Die dadurch gewonnene Sicherheit erweitert den Handlungsspielraum aller Beteiligten.

Folgeauftrag
Sind weitere Gespräche geplant, können Folgetermine direkt mit den interkulturell Dolmetschenden vereinbart werden. Folgetermine können nur durch die gesprächsführende Person erteilt werden. Diese teilt „comprendi?“ den Folgetermin mit, damit der neue Auftrag erfasst und eine Bestätigung verschickt werden kann.

Rückmeldung
Nach dem Gespräch erhalten die interkulturell Dolmetschenden von der gesprächsführenden Person direkt vor Ort eine Rückmeldung zum Verlauf des Gespräches, zur Dolmetscharbeit sowie zur Auftragserfüllung.
Mittels Kundenfragebogen geben die Auftraggebenden zudem eine Rückmeldung an „comprendi?“. Diese Rückmeldungen dienen „comprendi?“ zur individuellen Begleitung der interkulturell Dolmetschenden sowie zur Qualitätssicherung des Angebots.
Falls Sie nicht bereits mit der Auftragsbestätigung einen Kundenfragebogen erhalten haben, finden Sie diesen hier.

Direkter Download - Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster (Fragebogen_Kundenzufriedenheit_12.pdf - document, 87 KB)  Fragebogen  (0.09 MB)


Interkulturell Dolmetschende
Interkulturell Dolmetschende verfügen über gute Deutschkenntnisse (Voraussetzung mind. B 2) und beherrschen ihre Dolmetschsprache. Sie kennen das schweizerische Gesellschaftssystem und wissen über das System in ihrem Herkunftsland Bescheid.

Die Kundinnen und Kunden weisen bei der Auftragserteilung auf spezielle Wünsche betreffend Sprache (Dialekt), zum Geschlecht oder zur Herkunft (Ethnie) der/des interkulturell Dolmetschenden hin. Auf Wunsch und nach Möglichkeit kann bei Folgeaufträgen die-/derselbe interkulturell Dolmetschende eingesetzt werden.
„comprendi?“ vermittelt daraufhin interkulturell Dolmetschende nach folgenden Kriterien:
• Ist der/die interkulturell Dolmetschende zertifiziert?
• Ist eine dolmetschende Person aus der Nähe des Einsatzortes verfügbar?
• Verfügt sie oder er über eine Aus- oder Weiterbildung im Gesundheits-, Sozial-, oder Bildungsbereich oder zu einem speziellen Themengebiet der auftraggebenden Institution?


Das schweizerische Zertifikat INTERPRET ist ein Fähigkeitsausweis für interkulturell Dolmetschende. Es bescheinigt, dass die Inhaberinnen und Inhaber in Trialogsituationen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich die Verständigung zwischen Fachpersonen und der Migrationsbevölkerung sicherstellen können und dabei grundlegende Qualitätsstandards und berufsethische Grundsätze beachten.

Gemäss dem ethischen Kodex von INTERPRET sind die interkulturell Dolmetschenden an eine strenge Schweigepflicht gebunden. Dies unterscheidet u.a. professionelle Dolmetschende von einer Person aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis der Klientschaft.

Die interkulturell Dolmetschenden sind im Auftrag einer Institution im Einsatz. Sie vermitteln zwischen den Gesprächsteilnehmenden und sorgen für eine optimale Kommunikation. Gemäss dem ethischen Kodex von INTERPRET sind die interkulturell Dolmetschenden allparteilich. Sie sind als Vertreterinnen und Vertreter aller Gesprächsparteien anwesend und nehmen eine neutrale Haltung ein.

Die Kundinnen und Kunden sowie auch „comprendi?“ wahren die Anonymität der interkulturell Dolmetschenden und geben keine Daten an Dritte weiter.

Telefondolmetschen
Auf Wunsch organisiert „comprendi?“ auch telefonisches Dolmetschen. Für solche Gespräche gelten spezielle Tarife. Gerne erteilen wir Ihnen auf Anfrage weitere Auskünfte.

Telefondolmetschen eignet sich nur für kurze Informationsgespräche oder für Notfälle und kann nicht für Beratungs-, Begleitungs-, Abklärungs-, oder therapeutische Gespräche, bzw. für komplexe Situationen eingesetzt werden. Informationen, die von interkulturell Dolmetschenden den Klientinnen und Klienten telefonisch mitgeteilt werden, wie z. B. die Verschiebung eines Termins, gelten nicht als Telefondolmetschen.
AOZ Medios bietet einen nationalen Dienst für Telefondolmetschen an.

Weitere Infos zum AOZ Medios Dienst für Telefondolmetschen Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster


Angebot "comprendi?"
Grundsätzlich vermittelt „comprendi?“ interkulturell Dolmetschende im Kanton Bern. Auf Anfrage können interkulturell Dolmetschende von „comprendi?“ auch in anderen Kantonen eingesetzt werden.

Simultandolmetschen und Konferenzdolmetschen sind nicht im Angebot von „comprendi?“. Eventuell kann Ihnen der Schweizerische Übersetzer-, Terminologen und Dolmetscher-Verband oder die Dolmetscher- und Übersetzervereinigung weiterhelfen.

Simultan- und KonferenzdolmetschenAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster


Nein. Dolmetschen in Gebärdensprache bietet Procom an.

GebärdenspracheAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster


Nein. Seit Januar 2014 bietet "comprendi?" nur noch mündliches Dolmetschen an.

Schriftliche ÜbersetzungAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster


Diverses
Mitarbeitende von auftraggebenden Institutionen können in die Thematik der interkulturellen Kommunikation eingeführt und dafür sensibilisiert werden. Ein erweitertes Verständnis für das trialoge Beratungsgespräch erleichtert die Kommunikation und optimiert die Wirkung des Gesprächs. „comprendi?“ bietet dazu Schulungen und Weiterbildungen an.

Nachfolgende Qualifikationen sind für eine Anstellung bei „comprendi?“ Voraussetzung:

Anforderungen an interkulturell Dolmetschende
  • Sie verfügen über sehr gute Deutschkenntnisse (mind. Niveau B2)
  • Sie besitzen das Zertifikat INTERPRET oder sind interessiert, dieses zu erwerben
  • Sie sind bereit, sich persönlich weiterzubilden und an Informations- und Austauschsitzungen sowie an Supervisionssitzungen teilzunehmen
  • Ihre Stärken sind: Diskretion, Fähigkeit zur Abgrenzung unter Einhaltung der Allparteilichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Pünktlichkeit
  • Sie haben Zugang zu E-Mail / Internet und verfügen über PC und Drucker
  • Ihr Wohnort liegt im Kanton Bern

Bei Bedarf werden Stellenausschreibungen zu gesuchten Profilen auf der Homepage von „comprendi?“ unter Stellen publiziert.